Reiseberichte - Eindrücke und Berichte unserer Urlauber

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Kanaren, Fuerteventura, El Cotillo

Ich stehe auf dem alten Wehrturm "El Tostón". Von hier oben habe ich einen umwerfenden Blick auf den Hafen von El Cotillo, die langen Sandstrände und die Hügel, die sich dahinter abzeichnen. Seit ich vor vier Tagen vom Hamburger Flughafen nach Fuerteventura geflogen bin, bin ich so entspannt, wie schon lange nicht mehr. Genau aus diesem Grund habe ich bei reisezauber.com meine Lastminutereise gebucht. Ich lehne mich auf dem Geländer des Wehrturms nach vorn, halte mein Gesicht in den Wind und atme tief ein. Obwohl es auf Fuerteventura immer so um die 25 bis 30 Grad warm ist, weht ein angenehmer Wind, der die Surfer in die Wellen und mich in die Buchten zieht. Überall am Strand findet man runde, aus Stein gebaute Windschütze. Erst wenn ich dahinter mein Handtuch ausbreite und mich der Wind nicht mehr erreicht, spüre ich, wie stark die Sonne eigentlich brennt. Von dem Tourismusstrom merkt man in dem kleinen Ort El Cotillo nichts. Er ist noch genauso verschlafen, wie eh und je. An dem kleinen Hafen fahren morgens die örtlichen Fischerboote raus und kehren am späten Nachmittag, begleitet von einem Schwarm Möwen, wieder zurück. Würde ich nicht in einem Hotel, wohnen und wäre das Essen dort nicht so gut, hätte ich mir schon längst einen frisch gefangenen Fisch von den Seeleuten gekauft. Hinter dem Hafen liegen die typischen weißen Häuser der Kanaren und bilden den Ortskern. Auf der anderen Seite aber und von dem Wehrturm genauso gut zu sehen, öffnen sich kilometerlange Sandabschnitte, die selbst jetzt zur Hochsaison nicht überfüllt sind.
Am Geländer des Wehrturms steht meine Strandtasche mit einem dicken Schmöker, den ich heute fertig lesen will. Ich werde den ganzen Tag lesend in einer der windgeschützten Stellen am Strand verbringen und immer dann, wenn es zu heiß wird, Abkühlung im aufgewühlten Meer suchen. Es gibt nichts, was ich in diesen Tagen lieber tun würde.