|
|
Santander (sprich Santandér) ist die Hauptstadt der zu Spanien gehörenden Autonomen Gemeinschaft Kantabrien im Norden der iberischen Halbinsel. Einwohner: 196.836 (2006) über ein Drittel der Kantabrier leben in Santander Santander ist ein sehr beliebter Badeort in Nordspanien. Hauptsächlich besucht von Spaniern aus dem heißen Inland. Absolut reine weiße Sandstrände sind ein Anziehungspunkt für viele meist spanische Touristen. Insbesondere im Stadtteil El Sardinero gibt es mehrere weitläufige Sandstrände. An den Stränden bietet sich, je nach Wetterlage, die Möglichkeit zum Surfen. In El Sardinero befinden sich auch das Spielcasino sowie das Stadion des Fußballvereins Racing Santander. Auf der vorgelagerten Halbinsel „La Magdalena" steht ein 1912 für König Alfons XIII. erbautes Schloss, wo heute u.a. die Internationale Universität Menéndez Pelayo untergebracht ist. Diese Universität ist eine Sommeruniversität. Ein weiteres Ziel ist die Vermittlung der spanischen Sprache und Kultur an ausländische Studenten. Dafür verfügt die Universität über einen zweiten Campus. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der 1972 gegründeten Universität Kantabrien. Sie ist mit ca. 12.000 Studenten (2004) die größte Universität in Kantabrien und bietet ein breites Spektrum an Fachrichtungen.
Während der Zeit des Römischen Reiches, war die Stadt bekannt als Portus Victoriae Iuliobrigensium. Ihr heutiger Name leitet sich vom frühen christlichen Märtyrer Sankt Emeterius ab (Sancti Emetherii > Sancti Emderrii > Sancte Endere > Santendere > Santanderio > Santander), dessen Kopf der Legende nach im 3. Jahrhundert nach Santander verbracht wurde. Im Jahr 1187 ernannte Alfons VIII von Kastillien den Abt von San Emeterio zum Vorsteher der Stadt. 1248 nahm Santander an den Eroberungsschlachten von Sevilla teil und erhielt als Dank hierfür ein eigenes Stadtwappen, welches die Bilder des Torre del Oro und des Flusses Guadalquivir in Sevilla enthält. Santander war eine wichtige Hafenstadt für Kastilien im späten Mittelalter und dann auch für den beginnenden Handel mit der Neuen Welt. Die offiziellen Stadtrechte erhielt Santander 1755. Im Jahr 1893 explodierte der Frachter Cabo Machichaco mit 51 Tonnen Dynamit an Bord im Hafen von Santander, wobei 590 Personen ihr Leben verloren. Santander wurde auch zur beliebtesten Sommerresidenz des Königs Alfonso XIII. von Spanien, und blieb auch später ein gefragter Ferienort, obwohl 1941 ein Feuer große Teile der historischen Stadt vernichteten.
Aufgrund des Großbrandes von 1941 bietet die Stadt kaum historische Gebäude. Die wiedererbaute Kathedrale birgt die Gebeine von Sankt Emeterius und Celedonis, den Schutzpatronen der Stadt. Weiterhin findet sich in der Stadt ein Prähistorisches Museum, in dem unter anderem Fundstücke aus der Höhle von Altamira ausgestellt werden. Die meisten Besucher verzeichnet das Maritime Museum des Kantabrischen Meeres, das als Hommage dieser nordspanischen Region an ihr Meer konzipiert ist. In der Stadtmitte befand sich bis Ende 2008 das letzte im öffentlichen Raum Spaniens verbliebene Reiterstandbild des früheren Diktators Francisco Franco. Einen guten Blick auf die Stadt gibt eine Rundfahrt mit dem Boot, die von der Estación Marítima Los Reginas durch die Bucht von Santander, um die Halbinsel La Magdalena zum Leuchtturm Cabo Mayor und zurück führt. Von der gleichen Station aus kann auch per Boot der gegenüberliegende Strand von Somo erreicht werden, der sich weit in die Bucht von Santander zieht. Im Stadtkern finden sich hauptsächlich im Gebiet zwischen dem zentralen Platz „Plaza de Cañadío" und dem Hafen „Puerto Chico" zahlreiche Bars und Restaurants. Im Jahr 2005 feierte Santander die Verleihung des Stadtrechts vor 250 Jahren. Der Flughafen Santander wird auch von Deutschland aus angeflogen. Er liegt nur 5 km vom Stadtzentrum entfernt; für den Transport vom Flughafen zur Stadt empfiehlt sich der Bus, welcher halbstündlich pendelt. Die nächsten beiden Airports sind der Flughafen Bilbao ca. 100 Kilometer östlich und der Flughafen Asturias (Oviedo) 210 Kilometer westlich. Für Reisen innerhalb von Spanien bieten sich die Busstation sowie die beiden Bahnhöfe von RENFE und FEVE am „Plaza de las Estaciones" an. Weiterhin besteht eine Fährverbindung zwischen Santander und Plymouth. Im Umland von Santander, insbesondere im Nachbarort Maliaño entstanden große Einkaufszentren wie „Valle Real" oder „Peñacastillo", in denen Fachgeschäfte, Großmärkte und Kaufhäuser vorhanden sind, was wiederum zur Folge hat, dass man in der Innenstadt von Santander vergeblich nach einer Einkaufsmeile sucht, wie man sie in einer Großstadt erwarten würde. Feinkostläden und Nobelboutiquen sind dort aber dafür umso mehr vorhanden.
Quelle: Wikipedia
|
|